Häufige
Fragen.
Alles was du über das Vending-Business wissen musst
Grundlagen
Vending ist eines der wenigen Geschäftsmodelle, bei dem du echtes passives Einkommen aufbauen kannst. Du stellst Verkaufsautomaten an Orten auf, wo Menschen regelmäßig vorbeikommen – und verdienst an jedem einzelnen Verkauf. Das Besondere: Deine Automaten arbeiten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, auch wenn du schläfst oder im Urlaub bist. Deine Aufgaben beschränken sich auf regelmäßiges Auffüllen (meist 1-2x pro Woche), gelegentliche Wartung und die Abrechnung. Viele unserer Teilnehmer berichten, dass sie pro Automat nur 2-4 Stunden pro Woche investieren – und trotzdem ein stabiles Nebeneinkommen aufbauen.
Die Welt der Automaten ist vielfältiger als die meisten denken. Am beliebtesten sind Getränkeautomaten (Kaltgetränke, Kaffee) und Snackautomaten – sie haben die höchste Nachfrage und laufen fast überall. Kombi-Automaten vereinen beides in einem Gerät und sind ideal für kleinere Standorte. Dann gibt es Warenautomaten für Non-Food-Produkte wie Hygieneartikel, Elektronikzubehör oder sogar Blumen. Spielzeugautomaten (Kapselautomaten) haben niedrige Einstiegskosten und funktionieren super in Einkaufszentren. Und schließlich Spezialautomaten für Nischen wie Tierfutter, Angelköder oder regionale Produkte. Welcher Typ zu dir passt, hängt von deinem Budget, deinen Standorten und deinen Zielen ab – genau das klären wir im Kurs.
Das Schöne am Vending: Du entscheidest, wie groß du werden willst. Die meisten starten nebenberuflich mit 1-3 Automaten, um das Geschäft kennenzulernen und erste Einnahmen zu generieren – oft 500-2.000€ monatlich. Von dort kannst du schrittweise skalieren. Mit 5-10 Automaten erreichst du ein solides Nebeneinkommen von 3.000-5.000€ monatlich. Und ja, es gibt Menschen, die mit 20+ Automaten ihren Hauptjob ersetzt haben und von Vending leben. Der entscheidende Vorteil: Anders als bei vielen Selbstständigkeiten tauschst du nicht einfach Zeit gegen Geld. Mit jedem neuen Automaten wächst dein Einkommen, ohne dass dein Zeitaufwand proportional steigt. Das ist echter Vermögensaufbau.
Der Automatenmarkt in Deutschland wächst seit Jahren kontinuierlich – und die Pandemie hat diesen Trend sogar beschleunigt. Kontaktloses Bezahlen ist mittlerweile Standard, und Menschen schätzen die Möglichkeit, rund um die Uhr einkaufen zu können. Gleichzeitig gibt es noch enormes Potenzial: In Deutschland kommen auf 1.000 Einwohner deutlich weniger Automaten als in Japan oder den USA. Viele gute Standorte sind noch unbesetzt. Moderne Automaten mit Kartenzahlung, Telemetrie und energieeffizienter Technik machen das Geschäft profitabler denn je. Und: Die Einstiegshürden sind niedriger als bei den meisten anderen Geschäftsmodellen. Du brauchst kein Ladenlokal, keine Mitarbeiter, keine komplizierte Logistik.
Absolut – und genau so starten die meisten unserer erfolgreichen Teilnehmer. Vending ist wie geschaffen für den nebenberuflichen Einstieg. Die Befüllung kannst du flexibel in deinen Alltag integrieren: morgens vor der Arbeit, abends danach oder am Wochenende. Pro Automat brauchst du etwa 30-60 Minuten pro Woche für Befüllung und Kontrolle. Mit guter Routenplanung erledigst du 3-4 Automaten an einem Nachmittag. Das Beste: Du baust dir ein Einkommen auf, das weitgehend unabhängig von deiner aktiven Arbeitszeit fließt. Viele nutzen Vending als Sprungbrett – sie starten nebenbei, reinvestieren die Gewinne in weitere Automaten und können irgendwann selbst entscheiden, ob sie ihren Job behalten oder sich voll auf Vending konzentrieren möchten.
Einstieg
Der größte Fehler, den Einsteiger machen: Sie kaufen erst einen Automaten und suchen dann verzweifelt einen Standort. Mach es andersherum! Unser bewährter 6-Schritte-Plan: 1) Bilde dich gründlich weiter – verstehe das Business, bevor du investierst. 2) Recherchiere potenzielle Standorte in deiner Region und sprich mit Entscheidern. 3) Sichere dir verbindlich 1-2 Standorte. 4) Wähle dann den passenden Automaten für genau diese Standorte. 5) Melde dein Gewerbe an und kümmere dich um Versicherung. 6) Starte, sammle Daten und optimiere kontinuierlich. Dieser Ansatz minimiert dein Risiko enorm. Du weißt vorher genau, wo dein Automat stehen wird und welche Produkte dort gefragt sind.
Nein – und das ist einer der großen Vorteile von Vending. Du brauchst keinen Abschluss, keine Branchenerfahrung und keine besonderen technischen Fähigkeiten. Was du mitbringen solltest: Lernbereitschaft, ein Grundverständnis für Zahlen (Was kostet mich ein Produkt? Was bleibt übrig?) und die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen – denn Standortakquise ist Beziehungsaufbau. Handwerkliches Geschick hilft bei kleinen Reparaturen, ist aber keine Voraussetzung. Das Wichtigste ist dein Mindset: Durchhaltevermögen, wenn nicht sofort alles perfekt läuft, und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Genau deshalb haben wir unseren Kurs entwickelt – damit du von den Erfahrungen anderer profitierst und typische Anfängerfehler vermeidest.
Wir empfehlen Einsteigern klar: Kaufe neue Automaten. Ja, die Investition ist höher (5.000-15.000€ statt 2.000-5.000€ für Gebrauchte), aber du sparst dir damit viel Ärger und Geld. Neue Automaten haben Herstellergarantie – wenn etwas kaputtgeht, wird es repariert oder ersetzt. Sie sind technisch auf dem neuesten Stand mit Kartenzahlung, Telemetrie und energieeffizienter Kühlung. Und du hast einen Ansprechpartner beim Hersteller, der dir bei Fragen hilft. Bei Gebrauchtgeräten weißt du nie, wie sie behandelt wurden. Versteckte Mängel zeigen sich oft erst nach Wochen. Ersatzteile für ältere Modelle sind schwer zu bekommen oder teuer. Und du stehst bei Problemen allein da. Die Mehrkosten für Neugeräte amortisieren sich durch weniger Ausfälle, geringere Stromkosten und besseren Support meist innerhalb von 1-2 Jahren.
Nach hunderten Gesprächen mit Vending-Einsteigern kennen wir die typischen Stolperfallen: 1) Automaten kaufen ohne gesicherten Standort – dann steht das teure Gerät in der Garage. 2) Den billigsten Gebrauchtautomaten nehmen – und dann ständig mit Reparaturen kämpfen. 3) Standorte unterschätzen – nicht jede „gut besuchte" Location funktioniert auch. 4) Zu hohe Preise verlangen – Kunden vergleichen und kaufen woanders. 5) Zu selten auffüllen – leere Fächer bedeuten verlorene Umsätze und frustrierte Kunden. 6) Keine Daten sammeln – wer nicht trackt, welche Produkte sich verkaufen, optimiert blind. 7) Zu schnell aufgeben – die ersten Wochen sind Lernphase, nicht Gewinnphase. Unser Kurs führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess, damit du diese Fehler gar nicht erst machst.
Mit dem richtigen Vorgehen kannst du in 4-8 Wochen deinen ersten Automaten in Betrieb nehmen. Die Timeline sieht typischerweise so aus: Woche 1-2: Grundlagen lernen, Region analysieren, erste Standorte identifizieren. Woche 2-4: Standortgeber kontaktieren, Gespräche führen, Konditionen verhandeln. Woche 4-6: Standort gesichert, passenden Automaten bestellen, Gewerbe anmelden. Woche 6-8: Automat geliefert, aufgestellt, befüllt – Start! Natürlich kann es auch schneller gehen, wenn du einen Standort in deinem persönlichen Netzwerk hast. Oder länger dauern, wenn du sehr selektiv bei der Standortwahl bist. Wichtig ist: Lass dich nicht hetzen. Ein gut gewählter Standort ist das Fundament deines Erfolgs.
Der Start funktioniert hervorragend als Ein-Personen-Unternehmen – und genau das ist einer der Vorteile von Vending. Du brauchst keine Mitarbeiter, keinen Geschäftspartner, niemanden, mit dem du Gewinne teilen musst. Mit 1-5 Automaten ist der Zeitaufwand gut alleine zu bewältigen, selbst neben einem Vollzeitjob. Bei 5-15 Automaten wird es intensiver, bleibt aber machbar. Manche binden dann Familie ein (Partner, Kinder) oder nutzen Minijobber für die Befüllung. Ab 15+ Automaten denken viele über Teilzeit-Angestellte oder Subunternehmer nach. Aber das ist Zukunftsmusik. Für den Start bist du komplett unabhängig. Das gibt dir maximale Flexibilität und du behältst 100% der Gewinne.
Standorte
Die Standortsuche ist der wichtigste Teil deines Vending-Business – hier entscheidet sich, ob du erfolgreich wirst oder nicht. Gute Standorte haben zwei Eigenschaften: hohe Frequenz (viele Menschen kommen regelmäßig vorbei) und passende Zielgruppe (Menschen, die deine Produkte wollen und Geld dafür ausgeben). Klassiker sind: Bürogebäude und Gewerbegebiete (Mitarbeiter ohne Kantine), Fitnessstudios (Sport + Snacks/Getränke), Schulen und Unis (junge Zielgruppe, immer hungrig), Krankenhäuser und Pflegeheime (Besucher, Personal, 24/7 Betrieb), Produktionshallen und Werkstätten (wenig Alternativen in der Nähe), Wohnheime und Studentenwohnheime. Der Schlüssel: Geh mit offenen Augen durch deine Region. Wo warten Menschen? Wo gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe? Wo würdest du selbst gerne einen Automaten haben?
Die Kosten variieren enorm – und manchmal zahlst du gar nichts. Es gibt drei Modelle: 1) Kostenlose Standorte: Der Standortgeber sieht deinen Automaten als Service für Mitarbeiter/Kunden und verlangt keine Miete. Das ist häufiger als du denkst, besonders bei kleineren Unternehmen. 2) Fixmiete: Du zahlst einen festen monatlichen Betrag, typischerweise 50-300€. Vorteil: Du behältst den kompletten Umsatz. 3) Umsatzbeteiligung: Der Standortgeber bekommt 10-25% deines Umsatzes. Vorteil: Kein Risiko bei schlechten Monaten, der Standortgeber ist motiviert, dass dein Automat läuft. Premium-Standorte wie Bahnhöfe, Flughäfen oder große Einkaufszentren haben oft höhere Kosten oder werden ausgeschrieben. Für den Start empfehlen wir: Konzentriere dich auf kostenlose Standorte oder niedrige Fixmieten, bis du Erfahrung gesammelt hast.
Klare Empfehlung: Starte mit Indoor-Standorten. Die Vorteile überwiegen deutlich: Dein Automat ist geschützt vor Regen, Frost, Hitze und Vandalismus. Die Technik hält länger und die Stromkosten sind niedriger (keine Heizung im Winter, weniger Kühlung im Sommer). Indoor-Standorte haben oft kontrollierteren Zugang, was das Vandalismusrisiko weiter senkt. Und die Frequenz ist häufig höher – in einem Bürogebäude kommen Mitarbeiter mehrmals täglich am Automaten vorbei. Outdoor kann funktionieren, erfordert aber spezielle wetterfeste Automaten (teurer), mehr Wartung und eine höhere Toleranz für Wetterbedingte Ausfälle. Wenn du einen hervorragenden Outdoor-Standort findest (z.B. belebter Parkplatz ohne Indoor-Alternative), kann es sich lohnen – aber als Einsteiger machst du dir das Leben mit Indoor deutlich leichter.
Standortakquise ist kein Betteln – du bietest echten Mehrwert! Dein Automaten löst ein Problem für den Standortgeber: Seine Mitarbeiter oder Kunden haben rund um die Uhr Zugang zu Getränken und Snacks, ohne dass er selbst etwas tun muss. So gehst du vor: 1) Recherchiere vorab – wer ist der Entscheider? Bei kleinen Firmen oft der Geschäftsführer, bei größeren der Facility Manager oder Einkauf. 2) Erster Kontakt: kurz, professionell, nutzenorientiert. „Ich biete kostenlose Automatenbestückung für Ihre Mitarbeiter – darf ich Ihnen das kurz vorstellen?" 3) Im Gespräch: Höre zu, welche Bedürfnisse bestehen. Erkläre deinen Service. Zeige Referenzen, wenn du welche hast. 4) Faire Konditionen anbieten – lieber etwas großzügiger sein und den Standort sichern, als zu hart verhandeln und leer ausgehen. 5) Schriftlichen Vertrag aufsetzen – das schützt beide Seiten. Mit jedem Gespräch wirst du besser. Die ersten sind am schwersten, danach wird es Routine.
Qualität schlägt Quantität – besonders am Anfang. Wir empfehlen, mit 1-2 Standorten zu starten und diese richtig gut zu machen. Warum? Du lernst das operative Geschäft: Befüllung, Abrechnung, Kundenumgang, Problemlösung. Du sammelst echte Daten: Was verkauft sich? Was nicht? Wann sind Stoßzeiten? Du machst Fehler im kleinen Rahmen, nicht mit 10 Automaten gleichzeitig. Du baust Erfahrung und Selbstvertrauen auf. Erst wenn dein erster Automat stabil läuft und du die Prozesse verinnerlicht hast, expandierst du. Dann weißt du auch viel besser, was einen guten Standort ausmacht und worauf du bei der Auswahl achten musst. Viele erfolgreiche Vending-Unternehmer sagen: „Ich wünschte, ich hätte mir am Anfang mehr Zeit gelassen, statt zu schnell zu wachsen."
Nicht jeder Standort wird ein Volltreffer – das ist normal und kein Grund zur Panik. Wenn die Umsätze hinter den Erwartungen bleiben, gehst du systematisch vor: 1) Analyse: Sammle mindestens 4-8 Wochen Daten. Gibt es Muster? Welche Produkte laufen, welche nicht? Wann wird gekauft? 2) Optimierung: Passe dein Sortiment an. Ändere die Preise. Teste andere Produkte. Oft reichen kleine Änderungen für große Wirkung. 3) Gespräch mit Standortgeber: Gibt es Gründe für schwache Performance? Umbauten? Weniger Mitarbeiter? Neue Konkurrenz? 4) Entscheidung: Wenn nach 3-6 Monaten Optimierung keine Besserung eintritt, ziehe den Automaten ab und suche einen neuen Standort. Das ist keine Niederlage – es ist Teil des Geschäfts. Erfolgreiche Vending-Unternehmer wissen: Lieber einen schlechten Standort aufgeben und die Energie in einen besseren stecken, als ewig einem verlorenen Posten hinterherzulaufen.
Kosten & Finanzen
Lass uns ehrlich über Zahlen sprechen: Für einen soliden Start mit Neugerät solltest du 6.000-16.000€ einplanen. Das setzt sich zusammen aus: Automat (5.000-15.000€ je nach Typ – Snackautomat günstiger, Kaffeevollautomat teurer), Erstbefüllung (200-500€ für Waren), Gewerbeanmeldung (20-60€), Versicherung (ca. 150€/Jahr anteilig), eventuell Standortkaution oder erste Miete. Klingt viel? Vergleiche es mit anderen Geschäftsmodellen: Ein Café eröffnen kostet 50.000-150.000€. Ein Franchise 20.000-100.000€. Ein Online-Shop mit Lager schnell 10.000€+. Vending ist einer der günstigsten Wege in die Selbstständigkeit – und du kannst mit einem einzelnen Automaten starten und von den Gewinnen weitere finanzieren.
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf den Standort an. Aber hier sind realistische Zahlen aus der Praxis: Ein durchschnittlicher Standort bringt 200-500€ Nettogewinn pro Monat. Ein guter Standort 500-800€. Ein Top-Standort kann 1.000€+ erwirtschaften. Bei typischen Margen von 30-40% auf den Umsatz brauchst du also etwa 600-2.500€ Umsatz pro Monat, um diese Gewinne zu erreichen. Rechne selbst: Bei 100 Verkäufen pro Woche à 2€ Durchschnittspreis kommst du auf 800€ Umsatz monatlich, davon bleiben dir etwa 280-320€ nach allen Kosten. Das klingt vielleicht nicht nach viel – aber der Hebel liegt in der Skalierung. Mit 5 solchen Automaten hast du ein Nebeneinkommen von 1.400-1.600€. Mit 10 Automaten an guten Standorten können es 4.000-6.000€ monatlich sein.
Damit du sauber kalkulieren kannst, hier alle laufenden Kosten im Überblick: 1) Wareneinkauf: Der größte Posten, typischerweise 50-65% deines Umsatzes. Gute Einkaufskonditionen verbessern deine Marge deutlich. 2) Standortkosten: 0€ (kostenloser Standort) bis 300€/Monat Miete oder 10-25% Umsatzbeteiligung. 3) Strom: Ca. 20-50€ pro Monat und Automat, je nach Typ und Auslastung. Moderne Geräte sind sparsamer. 4) Fahrtkosten: Abhängig von deiner Routenplanung. Rechne mit 10-30€ pro Befüllungsfahrt. 5) Wartung/Reparaturen: Bei Neugeräten minimal (Garantie), rechne langfristig mit ca. 5% vom Umsatz als Rücklage. 6) Versicherung: 100-200€ pro Jahr für Betriebshaftpflicht. 7) Buchhaltung/Steuerberater: Optional, aber empfehlenswert ab einer gewissen Größe. 8) Steuern: Abhängig von deinem Gesamteinkommen. Eine saubere Kalkulation vor dem Start zeigt dir, ab welchem Umsatz du profitabel bist.
Ja, du musst nicht alles aus eigener Tasche zahlen. Optionen: 1) Leasing: Monatliche Raten statt einmaliger Investition. Vorteil: Schont dein Kapital. Nachteil: Insgesamt teurer, du bist vertraglich gebunden. 2) Ratenkauf beim Händler: Viele Automatenhändler bieten Ratenzahlung an. Frag aktiv danach. 3) KfW-Gründerkredit: Günstige Konditionen für Existenzgründer, auch nebenberuflich möglich. 4) Bankkredit: Mit solidem Businessplan durchaus machbar, Zinsen vergleichen. 5) Privater Kredit: Familie oder Freunde – klare Vereinbarungen treffen! Unsere Empfehlung: Wenn möglich, starte mit Eigenkapital für deinen ersten Automaten. Du bleibst unabhängig, hast keine monatlichen Verpflichtungen und die Gewinne gehören komplett dir. Sobald der erste Automat läuft, kannst du die Gewinne reinvestieren oder für den zweiten Automaten eine Finanzierung nutzen.
Die Amortisationszeit – also bis dein Automat sich selbst bezahlt hat – hängt von deinem Standort ab. Realistische Szenarien: Bei 300€ Gewinn/Monat und 8.000€ Investition: ca. 27 Monate. Bei 500€ Gewinn/Monat und 8.000€ Investition: ca. 16 Monate. Bei 800€ Gewinn/Monat und 8.000€ Investition: ca. 10 Monate. Das klingt nach langer Zeit? Bedenke: Nach der Amortisation läuft der Automat weiter und generiert puren Gewinn – jahrelang. Ein gut gepflegter Automat kann 10-15 Jahre halten. Und anders als bei vielen Investments behältst du einen echten Sachwert, den du notfalls auch wieder verkaufen kannst. Viele Vending-Unternehmer reinvestieren die Gewinne ihres ersten Automaten, um schneller zu wachsen. So entsteht ein Schneeball-Effekt.
Die Marge variiert je nach Produktkategorie erheblich: Höchste Margen (50-70%): Wasser, einfache Süßigkeiten, Kaugummis, No-Name-Produkte. Gute Margen (35-50%): Softdrinks, Snacks, Energydrinks bei gutem Einkauf. Moderate Margen (25-35%): Markenprodukte, Kaffee (abhängig von Maschinentyp). Niedrigere Margen (15-25%): Premium-Produkte, frische Lebensmittel. Aber Achtung: Höchste Marge bedeutet nicht automatisch höchsten Gewinn! Ein Markenprodukt mit 30% Marge, das sich 10x pro Tag verkauft, bringt mehr als ein No-Name mit 60% Marge, das niemand will. Der Schlüssel liegt in der Balance: Beliebte Produkte, die sich gut verkaufen UND akzeptable Margen bieten. Genau das lernst du durch Testen und Optimieren an deinem Standort.
Rechtliches
Ja, sobald du mit deinen Automaten Geld verdienen willst, brauchst du eine Gewerbeanmeldung. Aber keine Sorge – das ist einer der einfachsten Behördengänge überhaupt. Du gehst zu deinem örtlichen Gewerbeamt (oder machst es online, je nach Gemeinde), füllst ein Formular aus und zahlst eine Gebühr von 20-60€. Fertig. Als Tätigkeit gibst du „Betrieb von Warenautomaten" oder „Automatenbetrieb" an. Du kannst als Kleinunternehmer starten (unter 22.000€ Jahresumsatz keine Umsatzsteuer) und später zur Regelbesteuerung wechseln, wenn du wächst. Nach der Anmeldung bekommst du Post vom Finanzamt (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung) und ggf. von der IHK (Pflichtmitgliedschaft, aber beitragsbefreit in den ersten Jahren). Klingt bürokratisch, ist aber in 1-2 Stunden erledigt.
Steuern sind kein Hexenwerk – wenn du die Grundlagen verstehst: 1) Einkommensteuer: Dein Vending-Gewinn wird zu deinem sonstigen Einkommen addiert und normal versteuert. Der Steuersatz hängt von deinem Gesamteinkommen ab (14-45%). 2) Gewerbesteuer: Erst ab 24.500€ Gewinn pro Jahr relevant. Darunter zahlst du nichts, und selbst darüber ist sie teilweise auf die Einkommensteuer anrechenbar. 3) Umsatzsteuer: Als Kleinunternehmer (unter 22.000€ Jahresumsatz) bist du befreit. Darüber musst du Umsatzsteuer abführen: 19% auf Getränke, 7% auf bestimmte Lebensmittel. Wichtig: Du kannst dann aber auch Vorsteuer aus deinen Einkäufen abziehen! Unser Rat: Führe von Anfang an saubere Aufzeichnungen. Ab einer gewissen Größe lohnt sich ein Steuerberater – er findet oft mehr Einsparungen, als er kostet.
Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist absolut unverzichtbar – auch wenn sie gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Stell dir vor: Ein Kunde verletzt sich an deinem Automaten. Oder dein Automat verursacht einen Wasserschaden. Ohne Versicherung haftest du mit deinem Privatvermögen. Eine gute Betriebshaftpflicht kostet ab ca. 100-200€ pro Jahr und deckt Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden ab. Zusätzlich sinnvoll: Inhaltsversicherung gegen Diebstahl und Vandalismus (besonders bei Outdoor-Standorten oder in kritischen Gegenden). Elektronik-/Maschinenversicherung für teure Automaten wie Kaffeevollautomaten. Vergleiche Angebote und achte auf die Deckungssummen. Spezialisierte Versicherer für Automatenunternehmer bieten oft bessere Konditionen als Standardpolicen.
Es gibt einige Vorschriften – aber keine, die dich überfordern sollten: 1) Lebensmittelhygiene (HACCP): Du musst ein einfaches Hygienekonzept haben und deine Automaten sauber halten. Klingt selbstverständlich, muss aber dokumentiert werden. 2) Preisangabenverordnung: Preise müssen klar sichtbar sein – bei Automaten Standard. 3) Jugendschutz: Energy-Drinks nicht an unter 16-Jährige, Alkohol und Tabak gar nicht oder nur mit Altersverifikation. 4) Kassenrichtlinie (TSE): Ab einer gewissen Größe brauchst du eine technische Sicherheitseinrichtung. Moderne Automaten haben das oft eingebaut. 5) Eichpflicht: Nur relevant, wenn du nach Gewicht verkaufst (selten bei Automaten). 6) Lokale Vorschriften: Manche Kommunen haben spezielle Regeln für Automaten im öffentlichen Raum. Das klingt nach viel, ist aber größtenteils durch gesunden Menschenverstand abgedeckt. Im Kurs gehen wir alle Punkte durch, sodass du rechtssicher startest.
Ein schriftlicher Vertrag schützt beide Seiten und verhindert Missverständnisse. Folgende Punkte sollten geregelt sein: 1) Vertragsparteien: Wer bist du, wer ist der Standortgeber? 2) Standort: Genaue Beschreibung, wo der Automat steht. 3) Laufzeit: Mindestens 12 Monate, besser 24 – du investierst schließlich. 4) Kündigungsfristen: Typisch sind 3 Monate zum Quartalsende. 5) Kosten: Fixmiete, Umsatzbeteiligung oder kostenlos? Wer zahlt den Strom? 6) Pflichten: Du befüllst und wartest, der Standortgeber stellt Stromanschluss und Zugang. 7) Haftung: Wer haftet wofür? Deine Versicherung deckt das meiste. 8) Sonderfälle: Was passiert bei Umbau, Umzug, Insolvenz? Es gibt Musterverträge im Internet, aber lass deinen Vertrag einmal von jemandem mit Erfahrung prüfen. Kleine Formulierungen können große Auswirkungen haben.
Vandalismus und Diebstahl sind reale Risiken – aber beherrschbar. Prävention: Wähle Indoor-Standorte mit kontrolliertem Zugang. Moderne Automaten haben Sicherheitsschlösser und verstärkte Gehäuse. Geldwechsler und Münzbehälter regelmäßig leeren, damit wenig Bargeld im Gerät ist. Kartenzahlung reduziert den Bargeldbestand zusätzlich. Wenn es doch passiert: Polizei informieren und Anzeige erstatten (wichtig für Versicherung). Versicherung kontaktieren mit Dokumentation (Fotos, Zeugen, Polizeibericht). Schaden reparieren lassen oder Gerät ersetzen. Bei guter Versicherung bist du finanziell abgesichert. Die Selbstbeteiligung liegt typischerweise bei 150-500€. Wichtig: Mehrfache Schäden am gleichen Standort sind ein Warnsignal – dann ist der Standort möglicherweise nicht geeignet.
Betrieb & Alltag
Die Befüllungsfrequenz hängt von Standort und Automatengröße ab. Typische Richtwerte: Normale Standorte: 1x pro Woche reicht meist aus. Gut laufende Standorte: 2x pro Woche, damit beliebte Produkte nicht ausgehen. Top-Standorte: Eventuell 3x pro Woche oder größerer Automat. Warum ist das wichtig? Leere Fächer kosten dich Umsatz – Kunden, die vor einem leeren Fach stehen, kaufen nichts. Gleichzeitig willst du nicht unnötig oft fahren. Die Lösung: Moderne Automaten haben Telemetrie – sie melden dir per App, wenn Produkte zur Neige gehen. So planst du deine Routen effizient. Anfangs wirst du öfter hinfahren, um ein Gefühl für den Verkauf zu bekommen. Nach ein paar Wochen kennst du den Rhythmus deines Automaten genau.
Störungen kommen vor – wichtig ist, wie du damit umgehst. Die gute Nachricht: 80% aller Probleme sind kleine Dinge, die du selbst lösen kannst: Münzstau, verkantetes Produkt, voller Münzbehälter, Sensorfehler nach Reinigung. Dein Automat zeigt meist einen Fehlercode an – die Bedeutung steht im Handbuch oder du findest sie online. Bei Neugeräten hast du Garantie und Herstellersupport – ein Anruf genügt und dir wird geholfen. Für den Notfall: Halte grundlegende Ersatzteile bereit (Münzprüfer-Reinigungsset, Sicherungen). Notiere dir die Support-Hotline deines Herstellers. Lerne die Grundlagen der Automaten-Technik (im Kurs zeigen wir die wichtigsten Handgriffe). Bei größeren Defekten kommt ein Techniker – bei Neugeräten oft kostenlos im Rahmen der Garantie.
Saubere Buchführung ist Pflicht – und hilft dir auch, dein Geschäft zu verstehen. Das Minimum: Alle Einnahmen und Ausgaben aufzeichnen, Belege aufbewahren. Bei Kleinunternehmerregelung reicht eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Praktische Umsetzung: Separates Geschäftskonto eröffnen (kostenlos bei vielen Online-Banken). Alle Automatenumsätze dort einzahlen. Alle Ausgaben (Waren, Fahrtkosten, Miete) von dort bezahlen. Monatlich eine einfache Tabelle führen: Datum, Einnahme/Ausgabe, Kategorie, Betrag. Belege digital fotografieren und ablegen. Es gibt auch spezialisierte Software für Vending-Unternehmer, die Umsätze pro Automat trackt und Auswertungen erstellt. Für den Start reicht aber Excel oder eine einfache Buchhaltungs-App völlig aus.
Sortimentsoptimierung ist einer der größten Gewinnhebel – und erfordert systematisches Vorgehen. Schritt 1: Daten sammeln. Notiere bei jeder Befüllung, welche Produkte nachgefüllt werden mussten (= gut verkauft) und welche noch voll sind (= schlecht verkauft). Schritt 2: Analyse. Nach 4-8 Wochen siehst du klare Muster. Die Top 20% deiner Produkte machen oft 80% des Umsatzes. Schritt 3: Optimieren. Schlecht laufende Produkte raus, mehr Platz für Bestseller. Neue Produkte in kleinen Mengen testen. Saisonale Anpassungen (im Sommer mehr Kaltgetränke, im Winter Heißgetränke). Schritt 4: Preise prüfen. Kannst du bei Bestsellern 10-20 Cent mehr verlangen? Schritt 5: Wiederholen. Sortimentsoptimierung ist ein kontinuierlicher Prozess, kein einmaliges Event. Die besten Vending-Unternehmer kennen ihre Zahlen genau und passen ständig an.
Kundenbeschwerden sind Gold wert – sie zeigen dir, was du verbessern kannst. Typische Beschwerden: Produkt nicht bekommen trotz Bezahlung, Wechselgeld fehlt, Produkt verdorben, falscher Preis angezeigt. So gehst du vor: Sei erreichbar – bringe einen Aufkleber mit Telefonnummer/E-Mail am Automaten an. Reagiere schnell und freundlich – der Kunde ist frustriert, das ist verständlich. Erstatte den Betrag ohne Diskussion – es geht meist um 1-3€, dein Ruf ist mehr wert. Bedanke dich für den Hinweis – so findest du Probleme, bevor sie größer werden. Behebe das Problem – damit es nicht wieder vorkommt. Profi-Tipp: Manche Vending-Unternehmer legen kleine Gutscheine bei, die sie bei Beschwerden verschicken. Kostet fast nichts, macht aus einem verärgerten Kunden einen Fan. Langfristig solltest du nur wenige Beschwerden bekommen – wenn es häufig Probleme gibt, stimmt etwas mit deinem Automat oder Sortiment nicht.
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