Der COMFEE-Luftentfeuchter ist genau für die Sorte Badezimmer gemacht, in der Feuchtigkeit einfach stehen bleibt: kein Fenster, schlechte Abfuhr, nach dem Duschen ist der Spiegel blind und an den Fugen lauern Stockflecken. Statt Duftgranulat und „wird schon irgendwie trocknen“ arbeitet hier ein klassischer Kompressor-Entfeuchter mit Kondensation und einem großen, herausnehmbaren Tank.
Leistung im Praxistest: von „Sauna“ zurück in den grünen Bereich
Entscheidend ist nicht die Zahl auf dem Karton, sondern was im Raum passiert. Im Test startete die Ausgangslage bei 54% relativer Luftfeuchtigkeit. Nach dem Duschen ging es hoch bis 95% – ein Wert, bei dem sich die Feuchte zuverlässig an Spiegel, Fliesen und langfristig auch in Tapeten und Holz „einträgt“.
Der Knackpunkt: Nach 6 Minuten Betrieb fiel die Luftfeuchtigkeit von 95% auf 67%. Praktisch heißt das: Der Spiegel war wieder frei, man konnte sich wieder sehen. Im Tank stand nach wenigen Minuten bereits messbar Wasser – etwa ein halber Zahnputzbecher in rund 5 Minuten. Genau dieses Wasser landet sonst als Kondensat auf Oberflächen und liefert den Nährboden für Stockflecken.
So arbeitet das Gerät: Kompressor, kaltes Metall, Kondenswasser
Der Entfeuchter saugt Raumluft an und führt sie über kaltes Metall, das der Kompressor herunterkühlt. An dieser kalten Fläche kondensiert Wasser aus der Luft und läuft in den Tank. Das ist keine Magie, sondern das gleiche Prinzip wie beim beschlagenen Spiegel – nur kontrolliert und gesammelt.
Bedienung und Automatik: Zielwert in 5er-Schritten, Timer, Modi
Im Alltag zählt, dass man das Gerät nicht „händisch babysitten“ muss. Der COMFEE-Luftentfeuchter arbeitet bis zur eingestellten Zielfeuchte und schaltet dann automatisch ab. Die gewünschte Luftfeuchtigkeit lässt sich in 5%-Schritten vorgeben. Dazu kommen ein Timer sowie drei Betriebsarten (leise, Trocknung, Auto). Beim Lüfter gibt es zwei Stufen (High/Low).
Tank, Abschaltung und Dauerablauf: alltagstauglich gelöst
Unten sitzt ein entnehmbarer Wassertank. Der fasst 2,5 l; ist er voll, gibt das Gerät Alarm und schaltet automatisch ab – es läuft nichts über. Wer das Wasser nicht tragen will, kann auf der Rückseite einen Schlauch anschließen und das Kondensat dauerhaft in den Abfluss führen.
Stromverbrauch und warum sich das trotzdem rechnen kann
Der maximale Stromverbrauch liegt bei 300 Watt. Wichtig: Der Entfeuchter läuft nicht permanent, sondern nur so lange, bis die Zielfeuchte erreicht ist. In der Praxis stellte er sich nach etwa einer halben bis einer Stunde wieder ab – und springt erst beim nächsten „Feuchtereignis“ (Duschen, Wäsche) wieder an.
Der angenehme Nebeneffekt: Trockene Luft lässt sich günstiger heizen als feuchte. Wer einen Heizkörper im Bad hat, heizt sonst die mitgeschleppte Wassermenge in der Luft mit. Entfeuchten kann daher – trotz zusätzlichem Stromverbrauch – den Heizbedarf senken, gerade in Räumen, die regelmäßig feucht werden und schlecht entlüftet sind.
Für welche Räume passt das – und wofür nicht?
Das Testbad hat rund 13 m²; laut Auslegung eignet sich das Modell für Räume bis 20 m². Die angegebene Entfeuchtungsleistung liegt bei bis zu 12 l in 24 Stunden – wobei das Gerät im Alltag eben nicht 24 Stunden durchläuft, sondern bedarfsgerecht taktet.
Genauso wichtig ist die Abgrenzung: Das ist kein Bautrockner. Für Wasserschaden, Estrich oder feuchte Neubauten ist diese Geräteklasse nicht gedacht. Für Wohnung, Bad, Kinderzimmer, Wohnzimmer oder andere dauerhaft zu feuchte Räume ist das Konzept hingegen schlüssig: weniger Kondensat an Oberflächen, geringeres Stockfleckenrisiko, weniger klamme Wäsche in Innenräumen.
Preis im Test
Im Test kostete das Gerät rund 100 €. Aktuell: 102,89 €.









