Der FUXTEC Laubbläser und Laubsauger tritt mit einem klaren Versprechen an: Benzin-Power wie bei den bekannten, teuren Platzhirschen – aber zum Preisniveau, bei dem man sonst eher Kompromisse erwartet. In der Praxis liefert das Gerät tatsächlich Druck: Laub fliegt, und zwar nicht nur das knochentrockene, sondern auch nasseres Material, das gern auf Steinen klebt oder sich im Rasen festsetzt.
Blasleistung in der Praxis: auch nasses Laub geht weg
Im direkten Vergleich mit einem deutlich teureren Stihl-Gerät wirkt die Blasleistung subjektiv sehr ähnlich. Entscheidend ist nicht der Messwert auf dem Karton, sondern der Effekt im Garten: Nasses Laub lässt sich von Pflaster und Steinen gut herunterblasen, und selbst vom Rasen bekommt man es zuverlässig weg. Das ist genau die Sorte Alltag, in der günstige Benziner gern enttäuschen – hier passiert das nicht.
Vibrationen und Bediengefühl: Anti-Schock statt Kribbeln
Was beim Arbeiten schnell nervt, sind Vibrationen, die nach ein paar Minuten in Hand und Unterarm krabbeln. Der FUXTEC setzt hier auf eine Art Schwingungsdämpfung (Anti-Schock): Nichts ist lose, es wackelt nicht „kaputt“, sondern entkoppelt spürbar. Das zahlt sich aus, wenn man länger am Stück arbeitet.
Eine Komfortfunktion fehlt allerdings, und das ist im Alltag relevanter, als es klingt: Beim günstigeren Stiel-Laubbläser ist kein feststellbarer Gasgriff dabei. Wer dauerhaft Vollgas geben möchte, hält den Finger also permanent am Hebel. Das ist auch dann ein Thema, wenn man das Gerät zweckentfremdet – etwa um einem Grill gezielt Luft zu geben, damit er schneller auf Temperatur kommt.
Geräusch: weniger „hell“, trotzdem Gehörschutz
Beim Lautstärke-Eindruck zeigt sich der FUXTEC im Vergleich als leiser wirkend und vor allem weniger hoch im Ton. Das macht ihn nicht „leise“ im Sinne von nachbarschaftsfreundlich – es bleibt ein Zweitakter. Gehörschutz ist in der Praxis trotzdem die vernünftige Wahl.
Startverhalten und Choke: springt gut an, Choke zieht sich zurück
Im Test springt der Laubbläser sehr gut an. Praktisch: Das Modell nimmt den Choke automatisch heraus, sobald Gas gegeben wird. Das reduziert Fummelei beim Starten und passt zum insgesamt unkomplizierten Handling im Betrieb.
Laubsauger-Funktion: brachiale Saugkraft, sinnvoll für Problemstellen
Der Umbau zum Sauger macht aus dem Bläser kein Universalgerät für das komplette Grundstück – dafür ist das System in der Praxis zu umständlich und der Einsatzbereich zu speziell. Wo es aber passt, arbeitet es überzeugend: In Bereichen mit Steinen, in Rillen und an Kanten, wo der Rechen nur bedingt hilft, ergibt Saugen Sinn.
Die Saugleistung fällt sehr stark aus: Der Ansaugstrom ist so kräftig, dass sich das Saugrohr regelrecht am Boden festsaugt. Größere Blätter sind dabei kein Problem. Pluspunkt: Beim Saugen wird das Material gleichzeitig angehäckselt, was das spätere Kompostieren erleichtert. Der Beutel lässt sich anschließend einfach entleeren – in die Mülltonne oder auf den Kompost.
Umbau und Zubehör: funktional, aber mit Schraubarbeit
Genau an der Stelle, an der ein Kombigerät glänzen müsste, verschenkt FUXTEC Komfort. Für den Umbau wird die seitliche Klappe geöffnet, das Saugrohr eingehakt, der Schlauch abgenommen und der Saugbeutel montiert. Das funktioniert – aber die Befestigung wirkt unnötig altmodisch, weil sie ohne Clip- oder Drehmechanismus auskommt. In der Praxis heißt das: Schrauben lösen statt schnell klicken. Einen Akkuschrauber extra holen zu müssen, ist dabei der Kern der Kritik.
Zum Lieferumfang gehört ein kleines Täschchen mit dem Üblichen für die Wartung: Zündkerzenschlüssel und ein paar Werkzeuge (Schraubendreher/Ähnliches). Der Saugbeutel hat zudem eine Schlaufe zum Umhängen, damit man beim Saugen nicht alles in den Armen tragen muss.
Benzin und Haltbarkeit: mit Normalbenzin wird’s schnell unerquicklich
Bei Zweitaktern entscheidet der Kraftstoff über die Laune im Frühjahr. In der Praxis zeigt sich: Normales Benzin mit Bioethanol ist nicht lange haltbar und sollte idealerweise innerhalb von drei bis sechs Wochen verbraucht werden, sonst drohen Startprobleme durch alternden Sprit. Wer Geräte länger stehen lässt, fährt mit Spezialbenzin besser – nicht als Lifestyle, sondern als pragmatische Maßnahme für zuverlässiges Anspringen. Alternativ gilt das übliche Mischungsverhältnis 1:50.
Verarbeitung und Preis: solide gebaut, erstaunlich nah am teuren Vergleich
Die Verarbeitung macht einen robusten, hochwertigen Eindruck. Unterm Strich steht damit ein Gerät, das sich beim Blasen nicht kleinmacht, beim Saugen richtig zupackt und zugleich an genau einer Stelle patzt: dem Umbau. Preislich lag das Gerät im Test bei rund 139,00 €.










