Die TRESKO Gasheizung ist eine mobile Gasheizung, die mit bis zu 4200 Watt Heizleistung antreten will – und dabei ein Detail mitbringt, das man bei solchen Geräten selten sieht: Sie ist faltbar. Das klingt nach Spielerei, ist in der Praxis aber genau der Punkt, der sie für Camping, Vorzelt oder saisonale Nutzung interessant macht. Im Test lag der Preis bei rund 74,90 Euro; aktuell: 74,90 €.

Faltbar statt sperrig: Maße, Transport und Lagerung

Aufgebaut misst die Heizung etwa 47 cm Höhe, 42 cm Breite und 35 cm Tiefe (gemessen inklusive äußerem Rand). Der Clou kommt beim Verstauen: Zusammengefaltet bleibt eine Tiefe von rund 8 cm. Wer wenig Platz hat – oder das Gerät im Sommer einfach nicht im Weg stehen haben will – bekommt damit eine deutlich wohnlichere Lösung als den üblichen „Riesenkanister“ im Abstellraum.

Unten sitzt ein Rollensatz; die Rollen lassen sich feststellen. Damit lässt sich die Grammer dorthin schieben, wo Wärme gebraucht wird – typischerweise ins Vorzelt, in die Garage oder für eine Party-Ecke ohne Stromanschluss.

Lieferumfang: Regler, Schlauch, Haube und Adapter

Im Karton liegen Gasdruckregler und Anschlussschlauch bereits bei, ebenso ein Cover mit Reißverschluss, in das laut Praxis auch die Gasflasche mit hineinpasst. Außerdem sind zwei Adapter enthalten, gedacht für ausländische Gasflaschen (andere Länder, andere Anschlüsse). Das spart Zubehörsuche, wenn das Gerät unterwegs eingesetzt wird.

Wichtig bei der Inbetriebnahme: Nach dem Anschließen sollten alle Verbindungen mit Lecksuchspray geprüft werden. Gerade bei frisch montierten Verbindungen ist das die pragmatische Kontrolle, ob wirklich alles dicht ist.

Verarbeitung: keine scharfen Kanten – bis auf das Schutzblech

In Rezensionen ist von scharfkantigen Ecken die Rede. Im Test ließ sich das so nicht bestätigen. Auffällig scharfkantig wirkt vor allem das Hitzeschutzblech vorne – ausgerechnet dort, wo man im Betrieb ohnehin nicht hinfasst.

Die Kehrseite der Faltkonstruktion: Die Verkleidung wirkt etwas dünner und hinten fehlt die „massive“ Stabilität einer durchgehenden Rückwand. Das ist keine Katastrophe, aber spürbar: Der Kompromiss ist der Preis dafür, dass das Gerät auf ein so kleines Packmaß kommt.

Zum Falten müssen vier Schrauben unten sowie jeweils links und rechts eine Schraube gelöst werden. Das geht, ist aber eben keine Ein-Hand-und-zu-Lösung.

Bedienung und Heizstufen: 1500, 2700 und 4200 Watt

Gezündet wird über einen integrierten Zünder. Die Leistung lässt sich über einen Regler in drei Stufen einstellen. Im Test sind die Stufen wie folgt beziffert:

  • Stufe 1: 1500 Watt

  • Stufe 2: 2700 Watt

  • Stufe 3: 4200 Watt

Vorne sitzt eine Keramikfläche mit wabenförmiger Struktur; die Abstrahlung ist entsprechend direkt und kräftig. Kurz: Wer solche Gasstrahler kennt, erwartet Hitze – und bekommt sie hier auch.

Sicherheit: Thermoelement, Atmosphärenwächter und Kippschutz

Als Sicherheitsfunktionen nennt das Gerät Thermoelement, Atmosphärenwächter und einen Kippschutz. Letzterer ließ sich im Test provozieren: Beim Ankippen ging die Flamme sofort aus. Danach muss das Gerät neu gestartet werden, weil die Gaszufuhr abgedreht ist – es tritt dabei also nicht einfach weiter Gas aus.

Außen bleibt die Heizung im Betrieb weitgehend anfassenfreundlich: An den Griffen und an den weißen Außenbereichen ist Kontakt unkritisch, die Wärmeentwicklung findet vor allem vorne im Strahlerbereich statt – dort sollte man entsprechend nicht hinlangen.

Indoor-Betrieb: Hersteller behauptet es, die Praxis verlangt Luft

Der Hersteller bewirbt die Grammer als indoor nutzbar. Praktisch bleibt das ein heikler Punkt: Beim Gasbetrieb wird Sauerstoff verbraucht, und es entsteht Feuchtigkeit – im Test wird ausdrücklich beschrieben, dass Wände dabei „klatschnass“ werden können. Das funktioniert daher höchstens in gut belüfteten Innenräumen und nur mit Bedacht. Für typische Einsatzorte wie Vorzelte mag das passen, für geschlossene Wohnräume ist das ohne konsequente Lüftung keine gute Idee.

Für den Betrieb werden zudem ausdrücklich zusätzliche Gaswarner und CO-Warner empfohlen (nicht im Gerät integriert, sondern separat). Wer das Thema ignoriert, spielt mit dem Risiko – und das ist bei offener Flamme und Verbrennungsgasen keine besonders kluge Mutprobe.

Heizleistung in der Praxis: Doppelgarage wird schnell warm

Im Praxistest lief die Grammer in einer nicht isolierten Doppelgarage auf Stufe 3. Nach 10 Minuten lag die Temperatur bei 10 °C; später wurden im Raum 28 °C erreicht – genug, um aus „kalt“ zügig „T-Shirt“ zu machen. Das zeigt vor allem: Die 4200-Watt-Klasse ist nicht nur ein Aufkleber, sondern als Wärmeleistung spürbar.

Gasflasche und Laufzeiten: grobe Richtwerte

Laut Hersteller nimmt die Grammer bis zu 15-kg-Gasflaschen auf. Für die Laufzeit werden im Test Richtwerte genannt, abhängig von Gasart, Außentemperatur und weiteren Faktoren. Als grobe Einordnung:

  • Stufe 1: 110 Stunden

  • Stufe 2: 55 Stunden

  • Stufe 3: 35 Stunden

Einsatzbereich: mobile Zusatzwärme statt Hausheizung

Die TRESKO Gasheizung ersetzt keine feste Heizungsanlage. Sie ist eine mobile Lösung für Vorzelt, Garage, Party oder den Notfall, wenn Strom keine Option ist. Genau dort spielt das Gerät seine Stärken aus: rollen, anschließen, Dichtheit prüfen, zünden – und in kurzer Zeit wird’s warm.

Wer nur ein kleines Budget hat und weniger Leistung braucht, greift in dieser Geräteklasse oft zu einer einfachen Heizsonne. Die Grammer setzt dagegen auf Packmaß, Zubehörpaket und Sicherheitsabschaltungen – und rechtfertigt damit im Test den Griff zur etwas durchdachteren Lösung.