Der Manueller Laubsammler mit 53 Zentimetern Arbeitsbreite und einem großen 100-Liter-Fangkorb wirkt wie eine neue Idee – ist aber im Kern eine alte, robuste Mechanik: Räder treiben eine Bürstenwalze an, die Laub in einen großen Sammelbehälter befördert. Der entscheidende Punkt im Alltag: Es gibt kein Mähwerk und keinen engen Auswurfkanal, der bei Laubmengen oder Feuchtigkeit dichtmacht.
Warum der Rasenmäher beim Laub schnell nervt
Ein Rasenmäher mit Fangkorb klingt als Laub-Lösung erst mal logisch: Korb dran, schieben, fertig. Bei größeren Mengen zeigt sich aber die Schwachstelle. In der Praxis verklebt das Mähwerk zügig, außerdem verstopfen Ansaugstutzen – und der Fangkorb ist für Laub schlicht schneller voll, als einem lieb ist. Die Grundidee taugt, die Umsetzung über ein Mähwerk eben nur begrenzt.
So arbeitet die Mechanik: Bürsten statt Auswurfkanal
Beim Vorwärtsschieben beginnen die Bürsten zu drehen und fördern Laub direkt in den Auffangbehälter. Beim Zurückziehen steht die Bürste still – das verhindert, dass man sich beim Rangieren die bereits eingesammelten Blätter wieder vor die Walze schiebt. Das Prinzip ist simpel genug, um nicht viel kaputtdenken zu müssen: Radbewegung rein, Bürstenrotation raus.
Wichtig für den Einsatz auf dem Rasen: Die Arbeitshöhe lässt sich vorn über eine Schraube einstellen. Damit muss der Rasen nicht „blank gemäht“ werden, nur um das Laub herunterzubekommen – der Sammler holt es über die Bürste.
Aufnahme in der Praxis: auch feuchtes Laub und große Blätter
Im Test sammelt das Gerät Laub zügig ein; auch feuchtes Laub und große Blätter bleiben kein Sonderfall. Gerade hier spielt die offene Förderstrecke ihren Vorteil aus: Es setzt sich nichts in einem engen Kanal fest, und es klebt nichts am Mähwerk – weil es beides nicht gibt. Das Laub landet im Behälter, der sich entnehmen lässt und dadurch beim Entsorgen unkompliziert bleibt.
Neben Laub: Rasenschnitt als sinnvolle Zweitdisziplin
Praktisch ist der Sammler auch dann, wenn nach dem Mähen Rasenschnitt liegen bleibt – etwa weil ohne Fangkorb gemäht wurde oder weil ein Mähroboter zwar zuverlässig kürzt, aber eben kein Laub und keinen Schnitt einsammelt. Genau in solchen Setups passt die „Kehrmaschinen“-Logik gut ins Pflegekonzept: Mähen macht der Roboter, Aufsammeln erledigt das mechanische Gerät.
Preis und Einordnung
Aktuell: aktuell nicht abrufbar
Das Konzept ist alt, aber nicht altbacken: Wer regelmäßig Laub vom Rasen holen will, bekommt hier eine mechanische Lösung ohne Benzin, ohne Akku, ohne App – und vor allem ohne die typischen Verstopfungsprobleme eines Rasenmähers beim Laubsammeln.