Gerät und Lieferumfang

Der VEVOR-Erdbohrer ist ein benzinbetriebener Erdbohrer mit 52 cm³ Hubraum. Er ist für alle gedacht, die nach ein paar Löchern mit dem Spaten merken, dass Zaun setzen oder Bäume pflanzen in Serie schnell zur Strafarbeit wird. Preislich liegt er deutlich unter typischen Profi-Geräten; aktuell: 132,90 €.

Im Karton stecken neben dem Gerät selbst ein 20 cm breiter Bohrer, eine Verlängerung, ein Ersatzgriff, ein Zündkerzenschlüssel sowie weiteres übliches Zubehör und Werkzeug, um am Gerät Hand anzulegen, wenn es nötig wird. Ein kleiner Spritkanister gehört ebenfalls dazu - praktisch, auch wenn Zweitakt-Motormix als Fertiglösung aus meiner Sicht zwar bequem, aber auffällig teuer ist. Wer öfter bohrt, mischt sich sein Gemisch besser selbst aus Benzin und Zweitaktöl an. Ohne Verlängerung bohrt der Erdbohrer rund 80 cm tief, mit Verlängerung kommt er auf etwa 1 m - für Zaunpfosten, Punktfundamente und die meisten Pflanzlöcher mehr als genug.

Start und Bedienung

Der Motor des VEVOR Benzin-Erdbohrers springt ohne Drama an: Choke ziehen, Schalter auf „an", dann an der Starterleine ziehen. Nach dem Lösen einer Schutzklappe läuft der Antrieb sauber los - keine Zickerei, kein langes Orgeln. Auch die Bedienung ist schnell verinnerlicht: Gas geben, das Gerät gerade halten und den Bohrer die Arbeit machen lassen. Wer zu zweit arbeitet, hat es bei tieferen Löchern noch einmal bequemer, zwingend nötig ist eine zweite Person aber nicht.

Bohrleistung in trockenem Boden

Im ausgetrockneten Boden zeigt sich sofort, wofür das Gerät da ist: Der VEVOR Benzin-Erdbohrer frisst sich in Sekunden nach unten. Was mit dem Spaten pro Loch eine schweißtreibende Viertelstunde bedeutet, ist hier in einem Bruchteil der Zeit erledigt. Der Eindruck im Test ist klar: Mit der Handarbeit ist das nicht vergleichbar, und die Durchzugskraft überrascht positiv.

Waldboden und Wurzelkontakt

Die typische Sorge bei solchen Geräten: Beim ersten Wurzelkontakt reißt es einem die Arme aus. Genau diese Rückschlag-Angst bestätigt sich hier nicht. Im Wald zieht der Bohrer auch bei Wurzeln weiter durch, ohne dass es den Bediener gefährlich herumreißt. Dünnere Wurzeln trennt er einfach ab, bei dickeren hilft kurzes Anheben und erneutes Ansetzen - das Gerät bleibt dabei durchgehend gut kontrollierbar.

Schotter und Untergrund mit Rasenplatten

Die „Königsdisziplin" ist Schotter - dort, wo man mit der Schaufel entweder gar nicht oder nur mit sehr viel Zeit vorankommt. Auch hier arbeitet sich der VEVOR Benzin-Erdbohrer überzeugend durch. Sogar unter dem Boden liegende Matten beziehungsweise Rasenplatten stoppen das Gerät nicht: Der Bohrer häckselt sich regelrecht durch und bohrt einfach weiter.

Verarbeitung und Haltbarkeitseindruck

Bei aller Bohrfreude bleibt ein Haken: Ein Bauteil wirkt so, als hätte es robuster ausfallen können. Dass ein Ersatzgriff beiliegt, passt zu diesem Eindruck - als hätte der Hersteller selbst damit gerechnet, dass es dort eher mal Ärger geben kann. Wer das Gerät regelmäßig hart rannimmt, sollte den Punkt im Hinterkopf behalten; für den gelegentlichen Einsatz im Garten ist er aber kein Ausschlusskriterium.